Die WM in Südafrika startete für mich, aufgrund erwerbstätiger Umstände, mit etwas Verspätung, ist nun aber tagesbestimmendes Geschäft der nächsten 4 Wochen.
Die ersten beiden Spiele (Südafrika gg. Mexiko und Uruguay gg. Frankreich), die mir aufgrund ihrer Unentscheidbarkeit auch einen verspäteten Start im Tippspiel bescherten, veranlassen mich nun dazu, das Feld von hinten aufzurollen und den ein oder anderen Tipp noch einmal zu überdenken.
Als enorm störend zeigen sich die Vuvuzelas (Uwe Seelers), die gepflegten Fan-Gesängen keinen Raum lassen und ein jedes Funken-Überspringen vom 12. Mann auf die Mannschaft im Keim ersticken. Das ist nicht nur schade, sondern wirklich ärgerlich. Von einem kulturellem Gut kann bei diesen, aus den USA importierten Plastik-Tröten, keine Rede sein. Die nerven einfach nur. Echt.
Weitere Unverständlichkeit ernten die Super-SlowMo-Einstellungen glückloser Stürmer-Gesichter, die sich jetzt alle Nas lang in internationalen Stuben und auf Public-Viewing-Wänden zeigen. Was soll das? In super Slow-Mo will ich die Deformation des flatternden Leders genießen oder perfekte Schusshaltungen - aber sicher keine sekündlichen Facetten verärgerter Grimassen.
Aber sie läuft jetzt, die Mutter aller Sport-Veranstaltungen. Endlich. Dem hypnotisierenden Charakter des Eröffnungsspiels konnten dann auch die 90.000 lärmenden Uwe Seelers keinen Abbruch tun.
Als dann Tshabalalala mit seinem Traumtor an das Eröffnungsspiel 2006 und unseren Deutschlahm erinnerte, schloss sich der literarische Kreis. Goodbye Lethargie. Henne beschwerte sich in der nächsten Begegnung über Handspiel (!). Ich lass das einfach mal so stehen. Es ist eine wahre Freude!
Ein weiser Mensch aus meinem Umfeld meinte neulich, die WM heile alle Wunden.
Fußball ist immer noch wichtig!